Checklisten für Arbeitnehmer (Arbeitsvertrag, Insolvenz, Streik und mehr): Vorlage und Hinweise
Checklisten zu Arbeitsvertrag und Lohnabrechnung, Insolvenz, Betriebsübergang, Streik, Nebenjob und Altersteilzeit.
Wählen Sie die Situation, die Sie gerade betrifft. Jede Checkliste führt durch die wichtigsten Punkte. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen.
Stand: 10.10.2026 · Angaben ohne Gewähr
KI-Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz erstellt und kann Fehler enthalten. Mehr erfahren
Checkliste Arbeitnehmer: die passende Variante wählen
Wählen Sie die Situation, die Sie gerade betrifft. Jede Checkliste führt durch die wichtigsten Punkte.
- Arbeitsvertrag prüfen vor der Unterschrift (Checkliste): Arbeitsvertrag vor dem Unterschreiben prüfen: Tätigkeit, Gehalt, Arbeitszeit, Überstunden, Urlaub, Probezeit, Kündigung, Wettbewerbsverbot.
- Befristeten Arbeitsvertrag prüfen (Checkliste): Ist die Befristung wirksam? Schriftform, Sachgrund oder sachgrundlose Befristung, Höchstdauer, Verlängerungen, Vorbeschäftigung und Entfristungsklage.
- Lohnabrechnung prüfen (Checkliste): Gehaltsabrechnung Schritt für Schritt prüfen: persönliche Daten, Steuerklasse, Brutto, Zuschläge, Überstunden, Sozialabgaben und Auszahlung.
- Arbeitszeugnis prüfen (Checkliste mit Zeugnissprache): Arbeitszeugnis prüfen: Form, Tätigkeitsbeschreibung, Leistungs- und Verhaltensbeurteilung, Zeugnissprache, Schlussformel und Berichtigung.
- Betriebliche Altersvorsorge prüfen (Checkliste): Betriebsrente prüfen: Durchführungsweg, Arbeitgeberzuschuss, Kosten, Garantien, Unverfallbarkeit, Jobwechsel und Besteuerung.
- Insolvenz des Arbeitgebers: Was Beschäftigte tun sollten (Checkliste): Arbeitgeber insolvent: Insolvenzgeld für drei Monate, Antragsfrist von zwei Monaten, offene Ansprüche anmelden, Kündigung, Arbeitslosengeld und Betriebsrente.
- Betriebsübergang: Rechte der Beschäftigten (Checkliste): Firma wird verkauft oder ausgegliedert: Unterrichtungsschreiben prüfen, Rechte nach § 613a BGB, Widerspruchsfrist von einem Monat, Kündigungsschutz und Tarifverträge.
- Streik: Rechte und Pflichten für Beschäftigte (Checkliste): Darf ich streiken? Gewerkschaftsaufruf, Streikgeld, kein Lohn, Nicht-Mitglieder, Arbeitsweg bei Bahnstreik, Notdienst, Maßregelungsverbot und Beamte.
- Nebenjob neben dem Hauptjob (Checkliste): Nebenjob aufnehmen: Arbeitsvertrag prüfen, Anzeige beim Arbeitgeber, Arbeitszeitgesetz, Minijob oder Steuerklasse VI, Sozialversicherung und Selbstständigkeit.
- Altersteilzeit und gleitender Übergang in die Rente (Checkliste): Altersteilzeit prüfen: Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung, Block- oder Gleichverteilungsmodell, Aufstockung, Rentenbeiträge, Abschläge und Alternativen.
Worauf es ankommt
Stimmen Gehalt, Arbeitszeit und Urlaub mit dem Besprochenen überein? Achten Sie auf Klauseln zu Überstunden, Ausschlussfristen, Wettbewerbsverbot und Rückzahlung. Manche Klauseln sind unwirksam, etwa eine pauschale Abgeltung unbegrenzter Überstunden; im Zweifel lohnt eine Prüfung vor der Unterschrift. Lassen Sie sich mündliche Zusagen schriftlich bestätigen.
Hinweise
Arbeitsrecht hängt vom Einzelfall, vom Arbeits- und Tarifvertrag und von Betriebsvereinbarungen ab; Regeln können sich ändern. Lassen Sie sich im Zweifel beraten, etwa von Gewerkschaft, Betriebsrat, Kammer oder einer Fachanwältin bzw. einem Fachanwalt für Arbeitsrecht. Die Vorlage ersetzt keine Rechtsberatung.
Befristeten Arbeitsvertrag prüfen (Checkliste): Befristung nach TzBfG
Viele Befristungen sind angreifbar. Die Checkliste zeigt, was das Teilzeit- und Befristungsgesetz verlangt.
Eine Befristung bedarf der Schriftform (§ 14 Abs. 4 TzBfG) – hier genügt keine E-Mail. Ohne Sachgrund ist sie bis zwei Jahre mit höchstens drei Verlängerungen zulässig. Ist die Befristung unwirksam, gilt der Vertrag als unbefristet. Das muss innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Ende vor dem Arbeitsgericht geltend gemacht werden (§ 17 TzBfG). Melden Sie sich rechtzeitig arbeitssuchend.
Lohnabrechnung prüfen (Checkliste): So lesen Sie die Abrechnung
Fehler in der Gehaltsabrechnung kommen öfter vor, als man denkt. Mit der Checkliste prüfen Sie jeden Monat die wichtigsten Punkte in wenigen Minuten.
Die Abrechnung beginnt mit dem Brutto aus Gehalt, Zuschlägen und Sachbezügen. Davon gehen Lohnsteuer und Sozialabgaben ab; übrig bleibt das Netto. Häufige Fehler sind eine falsche Steuerklasse, fehlende Überstunden oder Zuschläge. Viele Arbeitsverträge enthalten Ausschlussfristen: Ansprüche verfallen, wenn sie nicht rechtzeitig schriftlich geltend gemacht werden.
Arbeitszeugnis prüfen (Checkliste mit Zeugnissprache): Zeugnissprache verstehen
Arbeitszeugnisse haben ihre eigene Sprache. Die Checkliste hilft, Note und versteckte Hinweise zu erkennen.
Arbeitszeugnisse müssen wohlwollend und wahr sein. Die Note steckt in Formeln: „stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“ steht für sehr gut, „zu unserer Zufriedenheit“ nur für ausreichend. Auch das Fehlen üblicher Aussagen, etwa einer Schlussformel, kann ein Signal sein. Fehler können Sie berichtigen lassen; Ausschlussfristen beachten.
Betriebliche Altersvorsorge prüfen (Checkliste): Lohnt sich die Betriebsrente?
Die Betriebsrente lohnt sich vor allem mit Zuschuss vom Arbeitgeber. Die Checkliste hilft, das Angebot zu prüfen.
Bei der Entgeltumwandlung zahlen Sie aus dem Brutto ein und sparen zunächst Steuern und Sozialabgaben; im Alter sind die Leistungen dafür steuerpflichtig und meist beitragspflichtig zur Kranken- und Pflegeversicherung. Wichtig sind der Arbeitgeberzuschuss und niedrige Kosten. Lassen Sie sich Angebote schriftlich geben und vergleichen Sie sie. Diese Liste ist keine Anlageberatung.
Insolvenz des Arbeitgebers: Was Beschäftigte tun sollten (Checkliste): Lohn absichern
Eine Insolvenz verunsichert. Die Checkliste zeigt, wie Sie Lohn und Ansprüche sichern.
Das Insolvenzgeld ersetzt das ausgefallene Nettoentgelt der letzten drei Monate vor dem Insolvenzereignis (meist Eröffnung des Verfahrens). Es muss innerhalb von zwei Monaten danach bei der Agentur für Arbeit beantragt werden – unbedingt Frist notieren. Ältere Rückstände melden Sie zur Insolvenztabelle beim Insolvenzverwalter an. Betriebsrenten sind über den PSV gesichert.
Betriebsübergang: Rechte der Beschäftigten (Checkliste): § 613a BGB
Bei einem Betriebsübergang geht das Arbeitsverhältnis auf den neuen Inhaber über. Die Checkliste zeigt Rechte und Fristen.
Geht ein Betrieb oder Betriebsteil durch Rechtsgeschäft auf einen anderen Inhaber über, tritt dieser in alle Arbeitsverhältnisse ein. Kündigungen wegen des Übergangs sind unwirksam. Beschäftigte sind vorher schriftlich zu unterrichten und können innerhalb eines Monats widersprechen. Ein Widerspruch ist riskant, weil beim alten Arbeitgeber der Arbeitsplatz wegfallen kann – vorher beraten lassen.
Streik: Rechte und Pflichten für Beschäftigte (Checkliste): Das Streikrecht
Bei Tarifauseinandersetzungen gibt es viele Unsicherheiten. Die Checkliste fasst die wichtigsten Regeln für Beschäftigte zusammen.
Das Streikrecht ergibt sich aus der Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG). Rechtmäßig sind Streiks, die von einer Gewerkschaft für ein tariflich regelbares Ziel geführt werden und verhältnismäßig sind. Während des Streiks ruhen Arbeits- und Lohnpflicht. Wer wegen eines Streiks in einem anderen Bereich (Bahn, Kita) nicht zur Arbeit kommt, trägt grundsätzlich selbst das Risiko.
Nebenjob neben dem Hauptjob (Checkliste): Nebenjob ohne Ärger
Ein Nebenjob ist meist erlaubt, aber nicht ohne Regeln. Die Checkliste zeigt, was vor dem Start zu klären ist.
Nebentätigkeiten sind grundsätzlich erlaubt, der Arbeitgeber darf sie nur bei berechtigtem Interesse untersagen, etwa bei Konkurrenz oder Überschreitung der Höchstarbeitszeit. Viele Verträge verlangen eine Anzeige. Steuerlich ist ein erster Minijob neben dem Hauptjob meist günstig, weitere Jobs werden über Steuerklasse VI besteuert.
Altersteilzeit und gleitender Übergang in die Rente (Checkliste): Gleitend in den Ruhestand
Altersteilzeit kann den Übergang in die Rente erleichtern. Die Checkliste nennt die wichtigsten Punkte vor der Entscheidung.
Die staatliche Förderung der Altersteilzeit nach dem AltTZG ist für neue Fälle ausgelaufen; Altersteilzeit gibt es heute vor allem über Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen. Die Aufstockungsbeträge sind steuerfrei, erhöhen aber über den Progressionsvorbehalt den Steuersatz. Lassen Sie sich vor der Entscheidung von der Rentenversicherung beraten und rechnen Sie Abschläge durch.
Typische Fehler: Checklisten für Arbeitnehmer (Arbeitsvertrag, Insolvenz, Streik und mehr)
- Unter Zeitdruck unterschrieben.
- Mündliche Zusagen nicht im Vertrag.
- Wettbewerbsverbot übersehen.
- Klagefrist verpasst.
- Abrechnung ungeprüft abgeheftet.
- Zeugnissprache nicht geprüft.
Checklisten für Arbeitnehmer (Arbeitsvertrag, Insolvenz, Streik und mehr) erstellen: So geht’s
- Füllen Sie das Formular oben mit Ihren Angaben aus.
- Prüfen Sie die Vorschau und ändern Sie Texte, Stil, Schriftart oder Akzentfarbe.
- Klicken Sie auf „PDF speichern / drucken“ und wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“.
- Unterschreiben Sie das Dokument, wo nötig, und versenden Sie es, zum Beispiel per E-Mail oder Post.
Muster: Checklisten für Arbeitnehmer (Arbeitsvertrag, Insolvenz, Streik und mehr)
So sieht ein ausgefülltes Dokument aus. Mit dem Formular oben erstellen Sie Ihre eigene Version.
Checkliste Arbeitsvertrag prüfen
Muster GmbH · 01.01.2027
Grundlagen
| □ | Tätigkeit und Arbeitsort klar beschrieben |
| □ | Befristet oder unbefristet, bei Befristung Grund und Dauer |
| □ | Probezeit (höchstens sechs Monate) |
| □ | Gilt ein Tarifvertrag? |
Geld
| □ | Bruttogehalt wie verhandelt |
| □ | Sonderzahlungen, Boni, Zielvereinbarung |
| □ | Überstunden: Vergütung oder Freizeitausgleich, keine pauschale Abgeltung ohne Grenze |
| □ | Zuschläge, Fahrtkosten, Benefits schriftlich |
Zeit
| □ | Wochenarbeitszeit und Lage der Arbeitszeit |
| □ | Homeoffice und mobiles Arbeiten |
| □ | Urlaubstage (gesetzlich mindestens 20 bei 5-Tage-Woche) |
| □ | Rufbereitschaft oder Schichtarbeit geregelt |
Klauseln
| □ | Kündigungsfristen |
| □ | Ausschlussfristen (mindestens drei Monate) |
| □ | Nebentätigkeit: Anzeigepflicht statt pauschales Verbot |
| □ | Nachvertragliches Wettbewerbsverbot nur mit Karenzentschädigung |
| □ | Rückzahlungsklauseln für Fortbildungen angemessen |
Eigene Punkte
| □ | Offene Fragen vor der Unterschrift schriftlich klären |
Rechtsgrundlagen
Die genannten Vorschriften im amtlichen Wortlaut (gesetze-im-internet.de, Bundesministerium der Justiz): § 613a BGB, § 14 TzBfG, § 17 TzBfG. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung.
Häufige Fragen zu: Checklisten für Arbeitnehmer (Arbeitsvertrag, Insolvenz, Streik und mehr)
Wie lange darf die Probezeit sein?
Höchstens sechs Monate.
Sind alle Klauseln wirksam?
Nein, manche Formularklauseln sind unwirksam.
Kann ich nachverhandeln?
Ja, vor der Unterschrift ist das üblich.
Wie oft darf sachgrundlos verlängert werden?
Höchstens dreimal innerhalb von zwei Jahren.
Wie lange muss ich Lohnabrechnungen aufbewahren?
Am besten bis zur Rente, als Nachweis für die Rentenversicherung.
Welche Formulierung bedeutet sehr gut?
„stets zu unserer vollsten Zufriedenheit“.
Muss mein Arbeitgeber etwas dazuzahlen?
Bei Entgeltumwandlung in der Regel mindestens 15 %, soweit er Sozialabgaben spart.
Wie lange zahlt das Insolvenzgeld?
Für die letzten drei Monate vor dem Insolvenzereignis.
Muss ich zum neuen Inhaber wechseln?
Nein, Sie können binnen eines Monats widersprechen.
Passende Vorlagen
- Arbeitsvertrag Vorlage – Arbeitsverträge in mehreren Formen sowie Nachweisgesetz, Probearbeit, Datenschutzverpflichtung und Personalfragebogen.
- Urlaubsplan Vorlage – Tabellen für Urlaub, Arbeitszeiterfassung, Rufbereitschaft, Personalbedarf, Übergaben und Homeoffice-Wochen.