Wohnung in Gefahr (Mietschulden, Eigenbedarf, Wohngeld und mehr): Vorlage und Hinweise
Hilfe bei Mietschulden, drohender Räumung und Eigenbedarf: Ratenzahlung, Übernahmeantrag, Widerspruch und Wohngeld.
Starten Sie mit der Checkliste und wählen Sie dann das passende Schreiben an Vermieter oder Amt. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen.
Stand: 10.10.2026 · Angaben ohne Gewähr
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Wohnung in Gefahr: die passende Variante wählen
Starten Sie mit der Checkliste und wählen Sie dann das passende Schreiben an Vermieter oder Amt.
- Wohnungsverlust droht: Mietschulden und Räumung (Checkliste): Kündigung wegen Mietschulden oder Räumungsklage: Fachstelle, Mietschuldenübernahme durch Jobcenter oder Sozialamt, Schonfristzahlung und Fristen.
- Räumungsklage droht (Checkliste für Mieter): Kündigung und Räumungsklage: Fristen im Verfahren, Schonfristzahlung, Härtegründe, Räumungsfrist, Hilfe durch Sozialamt und Mieterverein und Wohnungssuche.
- Eigenbedarfskündigung prüfen (Checkliste für Mieter): Eigenbedarfskündigung erhalten: Form, Begründung, begünstigte Person, Kündigungsfrist, Sperrfrist nach Umwandlung, Härtefall-Widerspruch und Alternativwohnung.
- Mietrückstand: Ratenzahlung anbieten (Schreiben an Vermieter): Bei Mietrückstand früh reagieren: Lage erklären, Ratenzahlung anbieten, laufende Miete sichern und Hinweis auf Schonfristzahlung.
- Nebenkosten-Nachzahlung in Raten (Bitte an Vermieter): Hohe Betriebskosten-Nachzahlung: Vermieter um Ratenzahlung bitten, Ratenplan vorschlagen und Prüfung der Abrechnung vorbehalten.
- Mietkaution in drei Raten zahlen (Mitteilung an Vermieter): Mieter dürfen die Kaution in drei gleichen Monatsraten zahlen: Mitteilung an den Vermieter mit Ratenplan nach § 551 BGB.
- Übernahme von Mietschulden beim Jobcenter oder Sozialamt beantragen: Kündigung wegen Mietrückstand droht? Antrag auf Übernahme der Mietschulden (§ 22 Abs. 8 SGB II bzw. § 36 SGB XII) zur Sicherung der Unterkunft – meist als Darlehen.
- Widerspruch Eigenbedarfskündigung: Kündigung wegen Eigenbedarf widersprechen und Härtegründe nennen (§ 574 BGB).
- Wohngeld Antrag Checkliste (Unterlagen): Unterlagen und Schritte für den Wohngeldantrag bei der Wohngeldbehörde.
- Wohnkosten-Übersicht (alle Kosten rund ums Wohnen): Alle Wohnkosten im Blick: Kaltmiete, Nebenkosten, Strom, Gas, Internet, Rundfunkbeitrag, Versicherungen und Rücklagen, monatlich und jährlich.
- Mietzahlungen-Nachweis (Übersicht für Mieter): Mietzahlungen dokumentieren: Monat, Soll, gezahlt, Datum, Art, unter Vorbehalt, Minderung und Bemerkung – als Nachweis bei Streit, Wohngeld oder Mietschuldenfreiheit.
- Kleinreparaturen in der Mietwohnung (Übersicht): Kleinreparaturen festhalten: Datum, Bauteil, Kosten, wer zahlt, und Abgleich mit Einzel- und Jahresgrenze der Kleinreparaturklausel.
- Hausgeld-Übersicht für Wohnungseigentümer: Hausgeld im Blick: monatliche Zahlungen, Anteile für Betriebskosten, Verwaltung und Erhaltungsrücklage, Sonderumlagen und Abrechnungsergebnis je Jahr.
Früh Hilfe holen
Viele Wohnungsverluste lassen sich verhindern, wenn früh gehandelt wird. Jobcenter und Sozialämter können Mietschulden übernehmen, wenn sonst Wohnungslosigkeit droht (§ 22 Abs. 8 SGB II, § 36 SGB XII). Wird der Rückstand bis spätestens zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage vollständig ausgeglichen, wird die fristlose Kündigung unwirksam (§ 569 BGB) – eine ordentliche Kündigung kann aber bestehen bleiben.
Hinweise
Miet- und Immobilienrecht hängt vom Einzelfall und vom Vertrag ab; Regeln können sich ändern. Lassen Sie sich im Zweifel beraten, etwa beim Mieterverein oder Eigentümerverband. Die Vorlage ersetzt keine Beratung.
Räumungsklage droht (Checkliste für Mieter): Wohnung erhalten
Wenn eine Räumungsklage zugestellt wird, laufen kurze Fristen. Die Checkliste hilft, Wohnungsverlust abzuwenden.
Bei einer Räumungsklage wegen Mietschulden kann die Schonfristzahlung die fristlose Kündigung unwirksam machen: Der gesamte Rückstand muss innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der Klage bezahlt oder von einer Behörde übernommen werden, einmal in zwei Jahren. Gerichte können eine Räumungsfrist gewähren. Kommunale Fachstellen helfen, Wohnungslosigkeit zu verhindern.
Eigenbedarfskündigung prüfen (Checkliste für Mieter): Eigenbedarf genau prüfen
Eine Eigenbedarfskündigung ist nicht automatisch wirksam. Die Checkliste zeigt, was Sie prüfen sollten.
Der Vermieter muss den Eigenbedarf konkret begründen. Formfehler oder fehlende Angaben können die Kündigung unwirksam machen. Mieter können aus Härtegründen widersprechen (§ 574 BGB). Wurde der Eigenbedarf nur vorgetäuscht, haben Mieter Anspruch auf Schadensersatz. Lassen Sie sich beraten, bevor Sie einem Auszug zustimmen.
Mietrückstand: Ratenzahlung anbieten (Schreiben an Vermieter): Mietschulden lösen
Wer mit der Miete im Rückstand ist, sollte sofort handeln. Das Schreiben bietet eine realistische Ratenzahlung an.
Bei einem Rückstand von zwei Monatsmieten (oder über zwei Termine mehr als eine Monatsmiete) droht die fristlose Kündigung. Wird der Rückstand innerhalb von zwei Monaten nach Zustellung der Räumungsklage vollständig gezahlt oder übernimmt eine Behörde ihn, wird die fristlose Kündigung unwirksam (Schonfrist, einmal in zwei Jahren); eine gleichzeitige ordentliche Kündigung kann aber bestehen bleiben. Wenden Sie sich früh an Sozialamt, Jobcenter oder Schuldnerberatung.
Nebenkosten-Nachzahlung in Raten (Bitte an Vermieter): Raten statt Streit
Eine hohe Nachzahlung kann das Budget sprengen. Das Schreiben bittet um Raten und behält die Prüfung der Abrechnung vor.
Einen Anspruch auf Ratenzahlung gibt es nicht, viele Vermieter stimmen aber zu. Behalten Sie die Prüfung der Abrechnung vor: Einwendungen müssen innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang erhoben werden. Bei Bürgergeld oder Wohngeld kann das Amt Nachzahlungen für Heizung und Nebenkosten übernehmen – Antrag zeitnah stellen.
Mietkaution in drei Raten zahlen (Mitteilung an Vermieter): Kaution in Raten
Die Kaution muss nicht auf einmal gezahlt werden. Das Schreiben teilt dem Vermieter die gesetzliche Ratenzahlung mit.
Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen. Mieter dürfen sie in drei gleichen monatlichen Teilzahlungen leisten; die erste wird zu Beginn des Mietverhältnisses fällig (§ 551 BGB). Abweichende Vereinbarungen zum Nachteil des Mieters sind unwirksam. Der Vermieter muss die Kaution getrennt von seinem Vermögen anlegen.
Übernahme von Mietschulden beim Jobcenter oder Sozialamt beantragen: Wohnung retten
Droht wegen Mietschulden der Verlust der Wohnung, können Jobcenter oder Sozialamt die Rückstände übernehmen. Der Antrag sollte so früh wie möglich gestellt werden.
Schulden für Unterkunft und Heizung können vom Jobcenter (§ 22 Abs. 8 SGB II) oder vom Sozialamt (§ 36 SGB XII) übernommen werden, wenn dies zur Sicherung der Unterkunft gerechtfertigt und notwendig ist; meist als Darlehen. Bei fristloser Kündigung wegen Zahlungsverzugs kann die Kündigung unwirksam werden, wenn die Rückstände bis spätestens zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage bezahlt sind oder sich eine öffentliche Stelle zur Zahlung verpflichtet (§ 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB; Ausnahmen, Stand prüfen). Schuldnerberatung und Fachstellen zur Wohnungssicherung helfen kostenlos.
Widerspruch Eigenbedarfskündigung: Widerspruch gegen die Kündigung
Mieter können der Eigenbedarfskündigung widersprechen, wenn die Beendigung eine unzumutbare Härte bedeutet.
Mieter können der Kündigung widersprechen, wenn die Beendigung für sie, ihre Familie oder Haushaltsangehörige eine unzumutbare Härte bedeutet (§ 574 BGB), etwa bei hohem Alter, schwerer Krankheit oder fehlendem Ersatzwohnraum. Der Widerspruch muss spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses schriftlich erklärt werden. Der Vermieter muss im Kündigungsschreiben darauf hinweisen.
Wohngeld Antrag Checkliste (Unterlagen): Wohngeld beantragen
Wohngeld unterstützt Haushalte mit geringem Einkommen bei der Miete. Die Checkliste zeigt, was Sie für den Antrag brauchen.
Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete (Mietzuschuss) oder zur Belastung bei Eigentum (Lastenzuschuss) für Haushalte mit geringem Einkommen. Es wird auf Antrag bei der Wohngeldbehörde gewährt und frühestens ab dem Monat der Antragstellung. Die Höhe hängt von Haushaltsgröße, Einkommen und Miete ab. Die Regeln wurden zuletzt mehrfach angepasst.
Wohnkosten-Übersicht (alle Kosten rund ums Wohnen): Wohnkosten planen
Was kostet Wohnen wirklich? Die Übersicht sammelt alle Posten und zeigt, wie viel Sie monatlich einplanen müssen.
Neben der Kaltmiete machen Nebenkosten, Energie und Verträge einen großen Teil aus. Wer alle Posten kennt, erkennt Sparpotenzial, etwa beim Strom- oder Internetanbieter. Eine kleine Rücklage für Nachzahlungen aus der Betriebskostenabrechnung schützt vor bösen Überraschungen.
Mietzahlungen-Nachweis (Übersicht für Mieter): Lückenlos belegen
Eine lückenlose Übersicht über gezahlte Miete hilft bei Streit, Anträgen und beim Auszug.
Mit einer Übersicht weisen Sie nach, dass Sie pünktlich gezahlt haben – wichtig für die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung, Wohngeld- oder Jobcenteranträge und bei Streit über Minderungen. Vermerken Sie Zahlungen unter Vorbehalt und Minderungen mit Grund und Datum des Schreibens.
Kleinreparaturen in der Mietwohnung (Übersicht): Kleinreparaturklausel
Mieter zahlen kleine Reparaturen nur bis zu Grenzen. Die Übersicht zeigt, wann die Jahresgrenze erreicht ist.
Eine Kleinreparaturklausel ist nur wirksam, wenn sie Teile betrifft, die dem häufigen Zugriff des Mieters ausgesetzt sind, und einen Höchstbetrag je Fall (nach der Rechtsprechung etwa 100 bis 120 €) sowie eine Jahresgrenze (etwa 6 bis 8 % der Jahreskaltmiete) enthält. Teurere Reparaturen zahlt der Vermieter vollständig. Den Auftrag erteilt in der Regel der Vermieter.
Hausgeld-Übersicht für Wohnungseigentümer: Hausgeld verstehen
Wohnungseigentümer zahlen monatlich Hausgeld. Die Übersicht hält Zahlungen, Rücklage und Abrechnungen über die Jahre fest.
Das Hausgeld deckt Betriebskosten, Verwaltung und die Erhaltungsrücklage der Gemeinschaft. Grundlage sind der Wirtschaftsplan und die Jahresabrechnung, die von der Eigentümerversammlung beschlossen werden. Vermieter können nur die umlagefähigen Betriebskosten an Mieter weitergeben.
Ratgeber zum Thema
Typische Fehler: Wohnung in Gefahr (Mietschulden, Eigenbedarf, Wohngeld und mehr)
- Post nicht geöffnet.
- Laufende Miete nicht gezahlt.
- Zu spät Hilfe gesucht.
- Klage ignoriert.
- Vorschnell zugestimmt.
- Zu lange gewartet.
Wohnung in Gefahr (Mietschulden, Eigenbedarf, Wohngeld und mehr) erstellen: So geht’s
- Füllen Sie das Formular oben mit Ihren Angaben aus.
- Prüfen Sie die Vorschau und ändern Sie Texte, Stil, Schriftart oder Akzentfarbe.
- Klicken Sie auf „PDF speichern / drucken“ und wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“.
- Unterschreiben Sie das Dokument, wo nötig, und versenden Sie es, zum Beispiel per E-Mail oder Post.
Muster: Wohnung in Gefahr (Mietschulden, Eigenbedarf, Wohngeld und mehr)
So sieht ein ausgefülltes Dokument aus. Mit dem Formular oben erstellen Sie Ihre eigene Version.
Checkliste bei drohendem Wohnungsverlust
Max Muster · Kündigung vom 01.10.2026
Sofort
| □ | Post öffnen, Fristen notieren |
| □ | Fachstelle zur Wohnungssicherung bzw. Sozialamt der Stadt kontaktieren |
| □ | Schuldner- oder Mieterberatung aufsuchen |
| □ | Mit dem Vermieter sprechen, Ratenzahlung anbieten |
Geld
| □ | Mietschuldenübernahme beim Jobcenter bzw. Sozialamt beantragen (Darlehen oder Beihilfe) |
| □ | Wohngeld, Bürgergeld oder Kinderzuschlag prüfen |
| □ | Laufende Miete unbedingt weiter zahlen |
Fristen
| □ | Fristlose Kündigung: Schonfristzahlung bis zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage macht sie unwirksam (einmal in zwei Jahren) |
| □ | Auf Klage fristgerecht reagieren |
| □ | Räumungsfrist bzw. Vollstreckungsschutz beim Gericht beantragen |
Absichern
| □ | Alle Schreiben sammeln |
| □ | Notfallplan: wo unterkommen, Kinder, Tiere |
| □ | Kontakt zum Gerichtsvollzieher wahrnehmen |
Eigene Punkte
| □ | Termin bei der Fachstelle Wohnungssicherung vereinbaren |
Rechtsgrundlagen
Die genannten Vorschriften im amtlichen Wortlaut (gesetze-im-internet.de, Bundesministerium der Justiz): § 551 BGB, § 22 SGB II, § 36 SGB XII, § 574 BGB, § 569 BGB. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung.
Häufige Fragen zu: Wohnung in Gefahr (Mietschulden, Eigenbedarf, Wohngeld und mehr)
Wer übernimmt Mietschulden?
Unter Voraussetzungen Jobcenter oder Sozialamt.
Was ist die Schonfrist?
Zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage zum Ausgleich des Rückstands.
Hilft das auch gegen ordentliche Kündigungen?
Nicht zwingend.
Was ist die Schonfristzahlung?
Ausgleich aller Rückstände binnen zwei Monaten nach Klagezustellung.
Muss der Vermieter den Grund nennen?
Ja, konkret im Kündigungsschreiben.
Ab wann darf der Vermieter kündigen?
Bei erheblichem Rückstand, etwa zwei Monatsmieten.
Muss der Vermieter Raten akzeptieren?
Nein, aber viele tun es.
Darf der Vermieter die ganze Kaution sofort verlangen?
Nein, Mieter dürfen in drei Raten zahlen.
Muss ich das Geld zurückzahlen?
Meist wird es als Darlehen gewährt und in Raten zurückgezahlt.
Passende Vorlagen
- Forderungen Vorlage – Vorlagen, um offene Forderungen zu regeln: Ratenzahlung vereinbaren, abtreten, aufrechnen oder Salden abstimmen.
- Auskunft vom Vermieter Vorlage – Unterlagen anfordern, sich bei der Hausverwaltung beschweren, nach Vermieterwechsel nachfragen oder Vorkaufsrecht ausüben.
- Einzug Vorlage – Einzug vorbereiten, Wohnung mit Fotos und Protokoll übergeben und Schlüssel verwalten oder Verlust melden.
- Schreiben Vermieter an Mieter Vorlage – Schreiben des Vermieters an Mieter: Termine und Mitteilungen, Abmahnung, Mahnung bei Mietrückstand und Kündigung.