Auszug und Mietende (Checklisten, Nachmieter, Aufhebung, Kaution und mehr): Vorlage und Hinweise
Auszug planen, Nachmieter vorschlagen, Mietvertrag aufheben, Möbel ablösen und Kaution abrechnen.
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Stand: 10.10.2026 · Angaben ohne Gewähr
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Auszug: die passende Variante wählen
Wählen Sie die Auszugs-Checkliste für den Ablauf und die Schreiben für Nachmieter, Aufhebung oder Kaution.
- Auszug aus der Mietwohnung (Checkliste): Auszug planen: Kündigungsfrist, Nachmieter, Renovierung, Übergabe, Zählerstände, Kaution, Abmeldungen, Nachsendeauftrag und Betriebskostenabrechnung.
- Wohnungsübergabe Checkliste (Einzug und Auszug): Wohnung bei Einzug oder Auszug sauber übergeben: Räume, Zähler, Schlüssel und Mängel prüfen.
- Renovieren beim Auszug? (Checkliste für Mieter): Muss ich beim Auszug streichen? Klauseln prüfen, Zustand bei Einzug, Schönheitsreparaturen, Abnutzung, Dübellöcher, Farben und Übergabe.
- Auszug aus der WG (Checkliste): Aus der WG ausziehen: Kündigung oder Nachmieter, Kaution, WG-Kasse, Verträge, Zimmerübergabe und Ummeldung.
- Wohnungsauflösung (Checkliste, z. B. nach Todesfall oder Umzug ins Heim): Wohnung auflösen: Kündigung, Verträge, Dokumente sichern, Hausrat verteilen oder verkaufen, Entrümpelung und Übergabe.
- Nachmieter vorschlagen: Dem Vermieter einen Nachmieter vorstellen und um Zustimmung bitten.
- Mietaufhebungsvertrag (Mietverhältnis einvernehmlich beenden): Mietverhältnis einvernehmlich beenden: Auszugstermin, Rückgabe, Schönheitsreparaturen, Kaution, Abstand und Ausgleichsregelung.
- Ablösevereinbarung für Möbel und Einbauküche (Vor- und Nachmieter): Möbel oder Einbauküche an den Nachmieter verkaufen: Gegenstände, Preis, Zahlung, Übergabe, Zustand und Gewährleistungsausschluss.
- Kautionsabrechnung nach Auszug: Mietkaution abrechnen: Kaution mit Zinsen, Abzüge für Schäden oder offene Forderungen, Einbehalt für Betriebskosten und Auszahlungsbetrag.
- Wohnung bei Trennung (Checkliste): Trennung und gemeinsame Mietwohnung: wer bleibt, wer steht im Vertrag, Entlassung aus dem Mietvertrag, Kaution, Miete in der Übergangszeit und Hausrat.
- Mitgliedschaft in der Wohnungsgenossenschaft kündigen (Geschäftsanteile): Nach dem Auszug aus der Genossenschaftswohnung die Mitgliedschaft oder freiwillige Anteile kündigen und die Auszahlung des Geschäftsguthabens verlangen (GenG, Satzung).
Sauber ausziehen
Mieter können in der Regel mit einer Frist von drei Monaten kündigen; ein Kündigungsverzicht kann das verlängern. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen, E-Mail genügt nicht. Bei der Übergabe schützen Protokoll und Fotos. Die Kaution zahlt der Vermieter nach einer angemessenen Prüfungsfrist zurück; für die noch ausstehende Abrechnung darf er einen Teil einbehalten.
Hinweise
Miet- und Immobilienrecht hängt vom Einzelfall und vom Vertrag ab; Regeln können sich ändern. Lassen Sie sich im Zweifel beraten, etwa beim Mieterverein oder Eigentümerverband. Die Vorlage ersetzt keine Beratung.
Wohnungsübergabe Checkliste (Einzug und Auszug): Gute Übergabe schützt beide Seiten
Bei Übergabe zählt der Zustand: Die Checkliste führt Raum für Raum durch Prüfung und Dokumentation.
Das Übergabeprotokoll belegt den Zustand der Wohnung und ist bei Streit um Schäden und Kaution entscheidend. Prüfen Sie alle Räume genau, lesen Sie Zählerstände ab und fotografieren Sie Mängel mit Datum. Unterschreiben Sie nur, was korrekt ist, und halten Sie Vorbehalte schriftlich fest.
Renovieren beim Auszug? (Checkliste für Mieter): Renovierungspflicht prüfen
Ob Mieter beim Auszug renovieren müssen, hängt von der Klausel und vom Zustand bei Einzug ab. Die Checkliste hilft bei der Prüfung.
Viele Renovierungsklauseln sind unwirksam: starre Fristen, Endrenovierung unabhängig vom Zustand, Vorgaben zu Farben während der Mietzeit. Wurde die Wohnung unrenoviert übergeben, müssen Mieter ohne angemessenen Ausgleich in der Regel nicht renovieren. Ist die Klausel unwirksam, schulden Sie nur eine Rückgabe ohne Schäden; ungewöhnliche Farben sollten trotzdem neutralisiert werden.
Auszug aus der WG (Checkliste): Rechtliches beim WG-Auszug
Beim Auszug aus der WG gibt es mehr zu klären als bei einer eigenen Wohnung. Die Checkliste deckt Vertrag, Geld und Übergabe ab.
Wie Sie ausziehen, hängt vom Vertrag ab: Als Untermieter kündigen Sie beim Hauptmieter. Stehen alle im Mietvertrag, kann grundsätzlich nur gemeinsam gekündigt werden; ein Mieterwechsel braucht die Zustimmung des Vermieters. Klären Sie früh, wer Ihren Kautionsanteil zurückzahlt.
Wohnungsauflösung (Checkliste, z. B. nach Todesfall oder Umzug ins Heim): Wohnung auflösen
Ob nach einem Todesfall oder beim Umzug ins Pflegeheim: Die Checkliste ordnet die Schritte einer Wohnungsauflösung.
Nach einem Todesfall geht das Mietverhältnis auf die Erben über; Erben und Vermieter können innerhalb eines Monats nach Kenntnis vom Tod mit der gesetzlichen Frist außerordentlich kündigen (§ 564 BGB). Beim Umzug ins Heim gilt die normale Kündigungsfrist von drei Monaten. Sichern Sie vor der Entrümpelung alle Unterlagen und Wertsachen. Kosten der Wohnungsauflösung können unter Umständen steuerlich berücksichtigt werden.
Nachmieter vorschlagen: Kein gesetzlicher Anspruch
Einen Anspruch auf vorzeitige Entlassung gibt es nur bei Nachmieterklausel, ein Vorschlag erleichtert aber die Einigung.
Mieter haben grundsätzlich kein Recht, vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen, indem sie einen Nachmieter stellen. Etwas anderes gilt bei einer Nachmieterklausel im Mietvertrag oder wenn der Vermieter zustimmt. Wird ein Nachmieter akzeptiert, regeln Sie das am besten in einer schriftlichen Vereinbarung.
Mietaufhebungsvertrag (Mietverhältnis einvernehmlich beenden): Einvernehmlich beenden
Mieter und Vermieter können den Mietvertrag jederzeit gemeinsam beenden. Der Aufhebungsvertrag regelt Termin, Rückgabe und Geld.
Ein Mietaufhebungsvertrag beendet das Mietverhältnis ohne Kündigung und ohne Kündigungsfristen. Er bietet sich an, wenn der Mieter früher ausziehen oder der Vermieter die Wohnung frei haben möchte. Häufig wird eine Umzugskostenhilfe vereinbart. Regeln Sie Renovierung, Kaution und Rückgabe ausdrücklich, um Streit zu vermeiden.
Ablösevereinbarung für Möbel und Einbauküche (Vor- und Nachmieter): Ablöse fair gestalten
Viele Vormieter verkaufen Küche und Möbel an den Nachmieter. Die Vereinbarung hält Preis, Zustand und Übergabe fest.
Eine Ablöse ist erlaubt, der Preis muss aber in einem angemessenen Verhältnis zum Wert stehen; ein deutlich überhöhter Betrag kann nach dem Wohnungsvermittlungsgesetz teilweise zurückgefordert werden (Richtwert: Überschreitung um mehr als 50 %). Klären Sie, ob der Vermieter mit dem Verbleib einverstanden ist; sonst muss die Küche beim Auszug wieder raus.
Kautionsabrechnung nach Auszug: Kaution abrechnen
Nach dem Auszug rechnet der Vermieter die Kaution ab. Die Vorlage stellt Kaution, Zinsen und Abzüge übersichtlich dar.
Der Vermieter hat nach dem Auszug eine angemessene Prüfungsfrist, oft drei bis sechs Monate. Er darf berechtigte Forderungen verrechnen, etwa für Schäden über die normale Abnutzung hinaus. Für eine noch ausstehende Betriebskostenabrechnung darf er einen angemessenen Teil einbehalten. Die Zinsen stehen dem Mieter zu.
Wohnung bei Trennung (Checkliste): Wohnung und Trennung
Bei einer Trennung stellt sich schnell die Frage nach der Wohnung. Die Checkliste klärt Vertrag, Geld und nächste Schritte.
Stehen beide im Mietvertrag, haften beide weiter für die Miete, auch wenn einer auszieht. Eine Kündigung ist nur gemeinsam möglich; der Vermieter muss einer Entlassung eines Partners nicht zustimmen. Bei Ehepaaren kann das Familiengericht die Ehewohnung einem Partner zuweisen. Halten Sie Absprachen zur Miete schriftlich fest.
Mitgliedschaft in der Wohnungsgenossenschaft kündigen (Geschäftsanteile): Ausscheiden aus der Genossenschaft
Mit dem Auszug endet nicht automatisch die Mitgliedschaft in der Genossenschaft. Für die Auszahlung Ihrer Anteile müssen Sie schriftlich kündigen.
Die Kündigung der Mitgliedschaft ist nach dem Genossenschaftsgesetz nur zum Schluss eines Geschäftsjahres möglich und muss mindestens drei Monate vorher schriftlich erfolgen; die Satzung kann längere Fristen vorsehen (Stand prüfen). Das Guthaben wird nach Feststellung des Jahresabschlusses ausgezahlt, häufig innerhalb von sechs Monaten nach dem Ausscheiden. Kündigen Sie die Mitgliedschaft erst, wenn Sie die Wohnung nicht mehr nutzen, denn sie ist meist Voraussetzung für den Nutzungsvertrag. Bitte eigenhändig unterschreiben.
Ratgeber zum Thema
Typische Fehler: Auszug und Mietende (Checklisten, Nachmieter, Aufhebung, Kaution und mehr)
- Per E-Mail gekündigt.
- Kein Übergabeprotokoll.
- Neue Adresse nicht mitgeteilt.
- Zählerstände fehlen.
- Unwirksame Klausel befolgt.
- Vertragsart nicht geprüft.
Auszug und Mietende (Checklisten, Nachmieter, Aufhebung, Kaution und mehr) erstellen: So geht’s
- Füllen Sie das Formular oben mit Ihren Angaben aus.
- Prüfen Sie die Vorschau und ändern Sie Texte, Stil, Schriftart oder Akzentfarbe.
- Klicken Sie auf „PDF speichern / drucken“ und wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“.
- Unterschreiben Sie das Dokument, wo nötig, und versenden Sie es, zum Beispiel per E-Mail oder Post.
Muster: Auszug und Mietende (Checklisten, Nachmieter, Aufhebung, Kaution und mehr)
So sieht ein ausgefülltes Dokument aus. Mit dem Formular oben erstellen Sie Ihre eigene Version.
Checkliste Auszug
Lindenweg 12, 2. OG · 31.12.2026
Kündigung
| □ | Kündigungsfrist prüfen (Mieter in der Regel drei Monate) |
| □ | Schriftlich mit Unterschrift aller Mieter kündigen |
| □ | Zugang nachweisen |
| □ | Ggf. Nachmieter vorschlagen |
Vorbereiten
| □ | Renovierungspflicht prüfen |
| □ | Mängel beheben, Einbauten klären |
| □ | Termin für Wohnungsübergabe vereinbaren |
| □ | Verträge kündigen oder umziehen (Strom, Internet, Rundfunk) |
Übergabe
| □ | Besenrein, alle Schlüssel |
| □ | Übergabeprotokoll mit Zählerständen |
| □ | Fotos von jedem Raum |
| □ | Neue Adresse für Abrechnung angeben |
Danach
| □ | Kaution zurückfordern (Prüfungsfrist des Vermieters beachten) |
| □ | Betriebskostenabrechnung des Auszugsjahres abwarten |
| □ | Ummelden und Nachsendeauftrag |
Eigene Punkte
| □ | Mietschuldenfreiheitsbescheinigung erbitten |
Rechtsgrundlagen
Die genannten Vorschriften im amtlichen Wortlaut (gesetze-im-internet.de, Bundesministerium der Justiz): § 564 BGB. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung.
Häufige Fragen zu: Auszug und Mietende (Checklisten, Nachmieter, Aufhebung, Kaution und mehr)
Wie lange ist meine Kündigungsfrist?
In der Regel drei Monate.
Muss ich einen Nachmieter stellen?
Normalerweise nicht.
Wann bekomme ich die Kaution zurück?
Nach einer angemessenen Prüfungsfrist, oft drei bis sechs Monate.
Muss ich ein Übergabeprotokoll unterschreiben?
Ein Protokoll ist sinnvoll, unterschreiben Sie aber nur, wenn es stimmt.
Muss ich beim Auszug streichen?
Nur bei wirksamer Klausel oder bei Schäden bzw. sehr ungewöhnlichen Farben.
Kann ich allein aus dem Hauptmietvertrag kündigen?
Bei gemeinsamem Vertrag meist nur gemeinsam; sonst Mieterwechsel vereinbaren.
Wer kündigt nach einem Todesfall?
Die Erben, mit Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats nach Kenntnis.
Muss der Vermieter einen Nachmieter akzeptieren?
Nein, außer eine Nachmieterklausel oder besondere Umstände verpflichten ihn dazu.
Gilt beim Aufhebungsvertrag eine Kündigungsfrist?
Nein, der Termin wird frei vereinbart.
Passende Vorlagen
- Mietvertrag kündigen Vorlage – Kündigungen rund um Wohnung und Immobilie: Miete, Stellplatz, Pacht, Maklerauftrag und Werkvertrag.
- Umzug Checkliste Vorlage – Checkliste für den Umzug sowie Inhaltsliste für Kartons und Ablaufplan für den Umzugstag.
- Mietvertrag Vorlage – Mietverträge für Wohnraum, Garage, Stellplatz und Gewerbe sowie eine Checkliste zur Prüfung des Gewerbemietvertrags.
- WG Vorlage – Vorlagen für WG und Wohnheim: Gründung, Mitbewohnersuche, Regeln fürs Zusammenleben, WG-Kasse und Verlängerung.