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Betriebsführung Landwirtschaft (Agrarantrag, Wasserrecht, Sachkunde und mehr): Vorlage und Hinweise

Checklisten und Anträge für die Betriebsführung: Agrarantrag, Wasserrecht, Pflanzenschutz, Arbeitssicherheit und Kalkulation.

Wählen Sie den Abschnitt nach Aufgabe: Anträge und Nachweise, Arbeitssicherheit oder Wirtschaftlichkeit. Alle Eingaben bleiben in Ihrem Browser, es wird nichts übertragen.

Stand: 10.10.2026 · Angaben ohne Gewähr

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Agrarantrag: die passende Variante wählen

Wählen Sie den Abschnitt nach Aufgabe: Anträge und Nachweise, Arbeitssicherheit oder Wirtschaftlichkeit.

  • Agrarantrag / Gemeinsamer Antrag (Checkliste): Gemeinsamen Antrag für EU-Direktzahlungen vorbereiten: Flächen, Nutzungscodes, Konditionalität, Öko-Regelungen, Fristen und Nachweise.
  • Versicherungen im landwirtschaftlichen Betrieb (Checkliste): Versicherungsschutz im Agrarbetrieb prüfen: Betriebshaftpflicht, Gebäude, Inventar, Maschinen, Ernte (Hagel), Tierseuchen, Ertragsausfall und Sozialversicherung.
  • Umstellung auf Ökolandbau und Bio-Zertifizierung (Checkliste): Den Betrieb auf Bio umstellen: Beratung, Vermarktung, Verband, Kontrollstelle, Meldung, Umstellungszeiten, Saatgut, Dünger, Tierhaltung, Förderung und Dokumentation.
  • Hofübergabe Checkliste: Betriebsübergabe in der Familie: Planung, Recht, Steuern, Versicherungen und Wohnrecht.
  • Wasserrechtliche Erlaubnis für Feldberegnung beantragen (Brunnen oder Gewässer): Bei der Unteren Wasserbehörde die Entnahme von Grund- oder Oberflächenwasser zur Beregnung beantragen: Entnahmestelle, Jahresmenge, Förderleistung, Flächen, Zeitraum und Messung.
  • Pflanzenschutz: Sachkunde, Geräteprüfung und Aufzeichnung (Checkliste): Pflichten beim Pflanzenschutz: Sachkundenachweis und Fortbildung, Prüfung der Spritzgeräte, Aufzeichnung, Lagerung, Abstandsauflagen und Anwenderschutz.
  • Sicherheit auf dem Hof (Unfallverhütung Checkliste): Unfallverhütung im landwirtschaftlichen Betrieb: Maschinen, Absturz, Tiere, Gefahrstoffe, Kinder auf dem Hof und Notfallplanung.
  • Sichere Waldarbeit mit der Motorsäge (Checkliste): Brennholz und Waldarbeit sicher: Motorsägenkurs, Schutzausrüstung, nie allein, Rettungspunkt, Fälltechnik, Wetter und Erste Hilfe.
  • Deckungsbeitrag Ackerbau berechnen: Deckungsbeitrag je Hektar für eine Ackerkultur: Ertrag, Preis, Marktleistung, variable Kosten für Saatgut, Dünger, Pflanzenschutz, Maschinen und Gesamtbetrag.

Der Gemeinsame Antrag

Mit dem Gemeinsamen Antrag beantragen Betriebe jährlich die EU-Direktzahlungen und oft weitere Förderprogramme. Voraussetzung ist die Einhaltung der Konditionalität. Die Antragsfrist legen die Länder fest, häufig liegt sie um Mitte Mai. Durch das Flächenmonitoring per Satellit können Rückfragen kommen, die fristgerecht beantwortet werden müssen.

Hinweise

Regeln, Fristen und Förderbedingungen können sich ändern und unterscheiden sich je nach Bundesland. Prüfen Sie den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle oder lassen Sie sich beraten. Die Vorlage ersetzt keine Beratung.

Versicherungen im landwirtschaftlichen Betrieb (Checkliste): Gut abgesichert

Ein Hagelsturm oder Stallbrand kann einen Betrieb gefährden. Die Checkliste hilft, den Versicherungsschutz regelmäßig zu prüfen.

Landwirtschaftliche Betriebe tragen besondere Risiken durch Wetter, Tierseuchen und Umwelthaftung. Prüfen Sie jährlich, ob Versicherungssummen zu Werten und Bestand passen. Die gesetzliche Absicherung läuft über die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Diese Liste ersetzt keine Versicherungsberatung.

Umstellung auf Ökolandbau und Bio-Zertifizierung (Checkliste): Schritt für Schritt zu Bio

Die Umstellung auf ökologischen Landbau dauert mehrere Jahre und beginnt mit dem Kontrollvertrag. Die Checkliste führt durch die wichtigsten Schritte bis zur ersten Bio-Ware.

Grundlage ist die EU-Öko-Verordnung mit ihren Durchführungsvorschriften, in Deutschland ergänzt durch das Öko-Landbaugesetz. Erst wer einer zugelassenen Kontrollstelle unterstellt und bei der Behörde gemeldet ist, beginnt die Umstellungszeit. Je nach Kultur dauert sie mehrere Jahre; in dieser Zeit gelten bereits alle Öko-Regeln, die Ware darf aber noch nicht als Bio verkauft werden. Anbauverbände haben teils strengere Richtlinien. Förderung und Fristen unterscheiden sich je Land – Stand prüfen.

Hofübergabe Checkliste: Hofübergabe gut vorbereiten

Die Hofübergabe will gut geplant sein. Die Checkliste fasst rechtliche, steuerliche und familiäre Fragen zusammen.

Die Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebs betrifft Familie, Recht und Steuern zugleich. Planen Sie früh, sprechen Sie offen mit allen Beteiligten und lassen Sie die Übergabe von Notar, Steuerberater und landwirtschaftlicher Beratung begleiten. Der Übergabevertrag muss notariell beurkundet werden.

Wasserrechtliche Erlaubnis für Feldberegnung beantragen (Brunnen oder Gewässer): Wasser nur mit Erlaubnis

Wer Felder oder Gemüsekulturen aus einem Brunnen oder Bach beregnen will, braucht in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis. Das Schreiben stellt den Antrag und fragt die nötigen Unterlagen ab.

Die Entnahme von Grund- oder Oberflächenwasser ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz eine Gewässerbenutzung und braucht grundsätzlich eine Erlaubnis (§§ 8, 9 WHG). Erlaubnisfrei sind nur eng begrenzte Fälle, etwa geringe Mengen für Haushalt und Hofbetrieb (§ 46 WHG); die Feldberegnung fällt in der Regel nicht darunter. Die Landeswassergesetze regeln Einzelheiten, Entnahmeentgelte und Meldungen. Bohrungen für neue Brunnen sind oft zusätzlich anzeigepflichtig. In Trockenzeiten können Behörden Entnahmen beschränken – Stand prüfen.

Pflanzenschutz: Sachkunde, Geräteprüfung und Aufzeichnung (Checkliste): Pflichten kennen

Wer Pflanzenschutzmittel anwendet, hat viele Pflichten. Die Checkliste hilft, nichts zu übersehen.

Anwender von Pflanzenschutzmitteln brauchen einen Sachkundenachweis und müssen sich regelmäßig fortbilden. Spritzgeräte unterliegen einer regelmäßigen Prüfpflicht. Die Anwendung ist aufzuzeichnen; nach EU-Recht wird die elektronische Aufzeichnung schrittweise verpflichtend, wobei Fristen teils verschoben wurden. Die Vorgaben ändern sich häufig, prüfen Sie den aktuellen Stand bei der Landwirtschaftsberatung.

Sicherheit auf dem Hof (Unfallverhütung Checkliste): Unfälle vermeiden

Landwirtschaft gehört zu den unfallträchtigsten Branchen. Die Checkliste hilft, die häufigsten Gefahren zu prüfen.

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ist die zuständige Berufsgenossenschaft und bietet Beratung und Informationen. Häufige Unfallursachen sind Stürze, Maschinen und der Umgang mit Tieren. Auch für Familienangehörige und Helfer gilt: unterweisen, Schutzausrüstung, Kinder schützen.

Sichere Waldarbeit mit der Motorsäge (Checkliste): Sicherheit zuerst

Waldarbeit gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten. Die Checkliste fasst die wichtigsten Sicherheitsregeln zusammen.

Viele Forstbetriebe geben Brennholz an Selbstwerber nur mit Motorsägen-Lehrgang ab. Die vollständige Schutzausrüstung ist unverzichtbar. Notfälle im Wald sind schwer zu finden – Rettungspunkte mit Nummer erleichtern die Hilfe. Arbeiten Sie nie allein.

Deckungsbeitrag Ackerbau berechnen: Was ist der Deckungsbeitrag?

Welche Kultur lohnt sich? Der Deckungsbeitrag zeigt, was nach Abzug der variablen Kosten je Hektar übrig bleibt.

Der Deckungsbeitrag ist die Marktleistung minus die variablen Kosten einer Kultur. Er zeigt, was zur Deckung der Fixkosten (Pacht, Abschreibung, Löhne) und zum Gewinn beiträgt. Vergleichen Sie Kulturen und Jahre mit gleichen Annahmen. Richtwerte veröffentlichen etwa KTBL und Landwirtschaftskammern.

Typische Fehler: Betriebsführung Landwirtschaft (Agrarantrag, Wasserrecht, Sachkunde und mehr)

  • Frist verpasst.
  • Flächenänderungen nicht erfasst.
  • Rückfragen nicht beantwortet.
  • Versicherungssummen veraltet.
  • Bewirtschaftung umgestellt, aber keine Kontrollstelle beauftragt.
  • Familie wird nicht eingebunden.

Betriebsführung Landwirtschaft (Agrarantrag, Wasserrecht, Sachkunde und mehr) erstellen: So geht’s

  1. Füllen Sie das Formular oben mit Ihren Angaben aus.
  2. Prüfen Sie die Vorschau und ändern Sie Texte, Stil, Schriftart oder Akzentfarbe.
  3. Klicken Sie auf „PDF speichern / drucken“ und wählen Sie im Druckdialog „Als PDF speichern“.
  4. Unterschreiben Sie das Dokument, wo nötig, und versenden Sie es, zum Beispiel per E-Mail oder Post.

Muster: Betriebsführung Landwirtschaft (Agrarantrag, Wasserrecht, Sachkunde und mehr)

So sieht ein ausgefülltes Dokument aus. Mit dem Formular oben erstellen Sie Ihre eigene Version.

Checkliste Gemeinsamer Antrag

Hof Muster, 08 123 456 7890 · 2027

Vorbereitung

□Zugang zum Antragsportal des Landes prüfen
□Pacht- und Flächenänderungen erfassen
□Feldblöcke und Schläge mit Luftbildern abgleichen
□Anbauplan mit Nutzungscodes erstellen

Konditionalität

□GLÖZ-Standards prüfen (z. B. Fruchtwechsel, Pufferstreifen)
□Dünge- und Pflanzenschutzaufzeichnungen aktuell
□Tierkennzeichnung und Bestandsregister in Ordnung

Förderung

□Öko-Regelungen auswählen und Voraussetzungen prüfen
□Junglandwirte- oder Kleinerzeugerregelung prüfen
□Agrarumwelt- und Landesprogramme beantragen

Abgabe und danach

□Fristen des Landes einhalten (oft Mitte Mai)
□Eingangsbestätigung speichern
□Hinweise aus dem Flächenmonitoring beantworten
□Änderungen fristgerecht melden

Eigene Punkte

□Termin mit Berater vereinbaren

Rechtsgrundlagen

Die genannten Vorschriften im amtlichen Wortlaut (gesetze-im-internet.de, Bundesministerium der Justiz): § 46 WHG. Maßgeblich ist stets die aktuelle Fassung.

Häufige Fragen zu: Betriebsführung Landwirtschaft (Agrarantrag, Wasserrecht, Sachkunde und mehr)

Bis wann muss ich den Antrag stellen?

Bis zur Frist des Landes, oft Mitte Mai.

Was ist Konditionalität?

Grundanforderungen an Umwelt, Klima und Tierhaltung für die Förderung.

Was ist das Flächenmonitoring?

Eine satellitengestützte Kontrolle der Flächennutzung.

Welche Versicherung ist am wichtigsten?

Meist die Betriebshaftpflicht.

Ab wann darf ich Bio verkaufen?

Erst nach Ablauf der Umstellungszeit und mit Bescheinigung der Kontrollstelle.

Wann sollte ich die Hofübergabe planen?

Frühzeitig, oft fünf bis zehn Jahre vorher.

Brauche ich für einen alten Brunnen eine Erlaubnis?

Für die Feldberegnung in der Regel ja; bestehende alte Rechte bei der Behörde prüfen lassen.

Wie oft Fortbildung?

In der Regel alle drei Jahre.

Wer ist für Arbeitsschutz in der Landwirtschaft zuständig?

Die SVLFG als Berufsgenossenschaft.

Passende Vorlagen

  • Schlagkartei Vorlage – Aufzeichnungen für den Ackerbau: Schlagkartei, Düngedokumentation, Ernteplanung, Saatgut und Lagerkontrolle.
  • Schadenmeldung Versicherung Vorlage – Schreiben an die Versicherung: Schaden melden, Ablehnung widersprechen, Deckungsanfrage an den Rechtsschutz und BU-Leistungsantrag.

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Keine Rechtsberatung – Nutzung auf eigene Verantwortung: Diese Vorlage ist eine unverbindliche Orientierungshilfe. Prüfen Sie jedes Dokument selbst und passen Sie es an Ihren Fall an. Leon Blatz übernimmt keine Gewähr und, soweit gesetzlich zulässig, keine Haftung. Vollständiger Haftungsausschluss